Kay Treysse  Zeichner und Illustrator

Illustrierte Geschichten / Texte

Highslide JS Die Geburtstagsfeier.
Schnapps Geburtstag

Also, sagte der Hund, es war übrigens ein syrischer Trockenhund: Also, das ist das schönste Geschenk, was ich je bekommen habe und das ist der schönste Geburtstag, den ich je gefeiert habe und ihr seid wirklich die besten Freunde, die sich ein Hund wie ich wünschen kann.

Jau miau, schnurrte Kat kichernd, nun blas doch auch die Kerzen aus sonst macht das noch der Wind. Mau Mau! rief auch Kit, die andere, die zweite Katze. Es gab auch noch eine drittte Katze und was hatte die wohl für einen Namen? Weiss das etwa jemand?
Na, ich weiss es nicht, denn diese Katze schlief. Und sie schlief einfach immer und weil sie immer nur schlief und nie etwas anderes tat als schlafen, bekam sie auch keinen Namen, denn wenn man sie gerufen hätte, wäre sie ja doch nicht gekommen.

Ach, da ist ja Flap! Komm her, wir wollten gerade den Kuchen anschneiden. Flap, der kleine Vogel kam herbeigeflogen und setzte sich zu der fröhlichen Runde.
Ach Schnapp, so hiess der Hund nämlich, du hast Geburtstag. Alles für Hunde Gute wünsch ich dir da. Wie alt wirst du denn?

Na, schau doch mal den Kuchen an. Wieviele Kerzen stehen denn da?

Flap konnte aber nicht zählen, er war ein künstlerischer Vogel und beherrschte viel besser das Singen, Pfeifen und Zwitschern wie kein anderer weit und breit. Als ihn alle erwartungsvoll anstarrten, fing er plötzlich und aus vollem Kehlchen an zu singen, zu pfeifen und zu zwitschern und tanzte dabei von einem Bein aufs andere. Das Liedchen war so schön dass die anderen im Nu das Kerzenzählen vergessen hatten und kräftig mitsangen. Es war sogar ein Geburtstagslied und soweit ich mich erinnern kann, ging das ungefähr so:

(die Melodie kennt ihr sicher, es war eine sehr bekannte Melodie, die auch heute noch sehr gerne gesungen wird)

Zwitscher Zwitscher Himmelblau
Fuchs komm raus aus deinem Bau
Igel, Hase, bleibt mal stehn
lasst uns zum Geburtstag gehn

Zwitscher Vogel Zwitscher Maus
Alle raus aus dunklem Haus
alle rein ins grüne Gras
auf den Schnapp erhebt das Glas!

Zwitscher Zwitscher liebe Eule
Zwitscher Zwitscher Wolfsgeheule
Zwitscher Zwitscher Gans und Schaf
Zwitscher Zwitscher Katz im Schlaf

Alle tanzen alle singen
klatschen, hüpfen, drehn sich klingend
jeder feiert - Übermut!
So ein Fest, wie gut das tut!

Das Lied wurde ein paarmal gesungen, es ging drunter und drüber und schliesslich wurde sogar die Eule wach auf ihrem Ast und beteiligte sich hin und wieder mit einem Kauzen.

Dann wurde endlich Kuchen gegessen und Schnapp bekam sogar ein besonderes Geschenk: eine schöne, knackige Wurst. So feierte man bis in die Nacht hinein und es wurde noch viel gelacht, gesungen und auch das eine oder andere Abenteuer erzählt.

So war es damals an Schnapps Geburtstag. Mmm, aber der wievielte Geburtstag war es denn nun?
Wers wissen will, kann ja mal ganz leise zum Tisch schleichen und die Kerzen nachzählen, die müssen da doch noch liegen zwischen all den Krümeln und dem Konfetti, den bunten Servietten und leeren Brauseflaschen.....
Aber pssst, damit ihr niemanden aufweckt und dann gute Nacht und schlaft schön, euer Geburtstag wir sicher genauso ein Fest wie bei Schnappi, Flap und den drei Katzen.

night

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Der Ausflug.
Der Ausflug.

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In einer Welt, viel viel kleiner als der unsrigen existierte vor Zeiten eine alte Kultur. Sie galt schon damals als sehr alt und alles war handgemacht und einzigartig. In dieser Kultur lebten also drei Wesen. Sie nannten sich die Gefährten und erlebten auf ihren Wegen viele Abenteuer. Von diesen soll hier berichtet werden.

Abenteuer spielten seinerzeit Zeit in Karlsruhe. Es gab dort einige Straßenbahnlinien, viel vor und viel dahinter und mittendrin die Kaiserstraße mit einer Pyramide und Beate Uhse Shop. Zum Zeitpunkt ihrer Ankunft, und die Unerheblichkeit des Zeitpunkts des Geschehens sei erwähnt, herrschte bald Hochsommer und die Wochen waren geprägt von Hitze, Feiertagen und der üblichen badischen Hochstimmung, welche sich vor allem nicht in der Sprache ausdrückte.

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Linie 3 brachte sie zum Marktplatz, wo sie auf Anraten die Pelzmäntel gegen formschöne blaue Trompetenhosen und Hemden mit harten Krägen tauschen ließen - auch waren Waffen in der Stadt auffallend und verletzten den Stolz der Badener Bäckereien, die lieber nicht so lecker buken, um den Geist der Nation trocken und krümelig zu halten.(die trockenen Brezeln mussten erst mit Schwert und Scharte in mundgerechte Stückchen zerteilt werden. Dort errichteten sie erstmal ein Büro. Es galt, Informationen zu sammeln.

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In der Unigegend aufgehängt liess sich der Briefkasten über eine Woche lang füttern. Alsbald war er gut gefüllt und die Gefährten machten sich an die Auswertung der Post.

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Das Ergebnis war ernüchternd und wurde vom Wolf in einer eindruckslosen Rede wie folgt zusammengefasst:
Meine Freunde, liebe Anwesende, liebe Freunde und Anwesende. Eingehend auf das Problem der Lieblosigkeit...wuhuu, ....wird im tragenden Sinne wohlweislich Mühe getragen... eingedenk des Hauptproblems Lieblosigkeit, ... das im Kernpunkt an der kleinen Sache nagt, ....ist uns, und er schloss, das völlig egal.“ Zufrieden nickten die Köpfe und die drei Gefährten brachen auf in ein Pub einer anderen Stadt.

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Die Gefährten.

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Kristmasskarte
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Bello

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Das zerbrochene Ringlein.
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Verlangen.
Vier mehr...